Freitag, 28. Juli 2017

Rettung in der Nachspielzeit


Fussball: Verbandsligist Ludwigshafener SC schafft über den Umweg den Klassenverbleib – Sieg im Entscheidungsspiel

Von Thomas Leimert

LUDWIGSHAFEN. Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC spielt mit dem Feuer. Zum wiederholten Mal hat sich die Mannschaft auf den letzten Drücker gerettet und den Abstieg in die Landesliga vermieden. In dieser Runde benötigte das Team ein Entscheidungsspiel, um den Ligaverbleib zu sichern.

Rückblende: In der Saison 2012/13 rettet sich der LSC am letzten Spieltag mit einem 2:1-Sieg in Neustadt. Ein Jahr später ist die Dramaturgie ähnlich. Erneut letzter Spieltag, wieder ist Neustadt der Gegner, dieses Mal aber zu Hause. Der 4:0-Sieg bedeutet den Klassenverbleib. Doch es geht noch spannender. In der Runde 2015/16 sind die Hochfelder quasi abgestiegen. Weil aber der SV Morlautern in die Oberliga aufsteigt und Zweibrücken nicht für die Verbandsliga meldet, geht der freie Platz an den Ludwigshafener SC. Und in der gerade abgelaufenen Serie steht die Mannschaft ab dem fünften Spieltag durchgängig auf einem Abstiegsplatz. Doch in letzter Minute schafft der LSC den Anschluss und bleibt nach einem 2:1-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen SV Rodenbach in der Liga.„Wir waren schon so gut wie abgestiegen, und ich hatte kaum noch Hoffnung“, gibt Trainer Michael Drese zu. Doch die Runde, die an Kuriositäten kaum zu überbieten war, nahm noch ein positives Ende. „Vor der Saison war ich optimistisch. Doch es hat sich immer mehr herausgestellt, dass die Charaktere nicht zusammengepasst haben“, sagt der Coach. Die Spieler hätten untereinander nicht harmoniert, auch weil der gegenseitige Respekt gefehlt habe. Drese hat viel probiert und 27 Spieler eingesetzt. Die meisten Partien absolvierte Steffen Burkhard (29), gefolgt von Ali Aydin, Chris Chorrosch (je 28), Julien Jubin, Erik Rehhäußer, Onur Yildirim (je 27) und Patrick Hauptmann (26).
Die unerklärliche Auswärtsschwäche mit nur einem Punkt aus 15 Partien war ausschlaggebend dafür, dass die Rot-Weißen nicht von der Stelle kamen. „Dafür haben wir auch zu wenig investiert. Wir haben nie einen Lauf bekommen, weil nach einem Heimsieg und guter Leistung regelmäßig auswärts verloren wurde“, erklärt Drese. Dazu kamen drei Partien in denen der LSC einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielte. Dies wurde im ersten Heimspiel nach der Winterpause noch getoppt, als es gegen Bingen nach einer 3:0-Pausenführung nur zu einem 3:3 reichte. „Es gab immer wieder Rückschläge, sodass das Selbstvertrauen spürbar litt“, hatte Drese erkannt.

Doch plötzlich schien es, als ob irgendjemand im Team den Schalter umgelegt habe – zumindest in den Heimspielen. Die Mannschaft wirkte geschlossener, alle schienen an einem Strang zu ziehen und bewiesen eine tolle Moral. Der Glaube daran, Spiele noch drehen zu können, war unerschütterlich. „Am Ende wollte jeder das Ziel erreichen, die Spieler haben zusammengehalten und viele Partien aus dem Feuer gerissen“, betont der Trainer. So fiel in der Rückserie das 2:1-Siegtor gegen Bad Kreuznach in der 78. Minute, das 1:0 gegen Rodenbach in der 89. Minute und gegen Winnweiler machte der LSC in den letzten zehn Minuten aus einem 0:1 ein 2:1. Auch im Entscheidungsspiel führte Rodenbach bis in die 89. Minute 1:0, bevor der LSC nach einem Doppelschlag von Robert Moldoveanu in der Nachspielzeit noch 2:1 gewann.

Überhaupt Moldoveanu: Seine Verpflichtung im Winter war der Schlüssel zum Klassenverbleib. „Ohne ihn hätten wir es nicht geschafft. Robert war unbelastet und hat eine gute Mentalität“, lobt Drese. Der schnelle Rumäne mit der exzellenten Schusstechnik erzielte in elf Ligaspielen zehn Tore. Dazu kommen noch die beiden Treffer im Entscheidungsspiel. Von den übrigen Akteuren traf Jubin am häufigsten (12), vor Erik Rehhäußer (6) und Chorrosch (5).

Mit fünf Heimsiegen in Folge verringerte der Ludwigshafener SC sukzessive den Rückstand auf die Konkurrenz. „Der Wille, unbedingt den drohenden Abstieg zu vermeiden, war riesig“, verdeutlicht der Coach. Chorrosch schwang sich in dieser Phase zum Wortführer auf, motivierte, trieb an und rüttelte das Team wach. Dazu schoss er entscheidende Tore oder bereitete wichtige Treffer vor. Mit Jubin, Erik Rehhäußer und Denis Jolic kam er auf sieben Bestnoten. Übertroffen wurde das Quartett nur von Burkhard (10). Am Ende kam es so wie Patrick Hauptmann während der gesamten Rückrunde gebetsmühlenartig verkündete: „Wir steigen nicht ab.“Kommentar

Mittwoch, 12. Juli 2017

Testspiele der ersten Mannschaft



Donnerstag    20.07.    19:00 Uhr     FC Lustadt   LSC

Dienstag      25.07.    18:30 Uhr     Rot-Weiß Seebach   -  LSC

Samstag       29.07.    16:00 Uhr     TuS Altleiningen   -  LSC

Dienstag      01.08.    19:00 Uhr     ASV Harthausen   -  LSC

Freitag       11.08.    19:00 Uhr     Arminia Ludwigshafen  -  LSC (1.Meisterschaftsspiel)

Freitag, 7. Juli 2017

Spielplan LSC Verbandsliga 2017/2018


Fr. 11.08.17 um 19:00Uhr Arminia Lu/hafen - LSC

Mi. 16.08.17 um 19:00 Uhr LSC - FK Pirmasens

So. 20.08.17 um 15:00 Uhr LSC - TuS Hohenecken

Mi. 23.08.17 um 19:30 Uhr Waldalgesheim - LSC

So. 27.08.17 um 15:00 Uhr LSC - FC Speyer

Sa. 02.09.17 um 15:00 Uhr TuS Rüssingen - LSC

So. 10.09.17 um 15:00 Uhr LSC - SG Rieschweiler

So. 17.09.17 um 15:00 Uhr TB Jahn Zeiskam - LSC

So. 24.09.17 um 15:00 Uhr LSC - SV Herschberg

Sa. 30.09.17 um 15:00 Uhr Bad Kreuznach - LSC

So. 08.10.17 um 15:00 Uhr LSC - ASV Winnweiler

Sa. 14.10.17 um 14:30 Uhr ASV Fußgönheim - LSC

So. 22.10.17 um 15:00 Uhr LSC - VFR Kandel

Sa. 28.10.17 um 15:30 Uhr RWO Alzey - LSC

So. 05.11.17 um 14:30 Uhr LSC - SC Hauenstein

So. 12.11.17 Spielfrei

So. 19.11.17 um 14:30 Uhr LSC - Hassia Bingen

Fortsetzung der Rückrunde:

So. 26.11.17 um 14:45 Uhr LSC - Arminia Lu/hafen

Sa. 02.12.17 um 14:30 Uhr TuS Hohenecken - LSC